Herr/Frau Minister/-in, wie entscheiden Sie???

So lautete die große Frage bei unserem Abschluss des Wochenthemas Krieg. Nicht nur allein die Medieneinflüsse von Star-Wars, Zeitungsartikel aus Fernost, sondern auch für viele Jungs typische „heldenhafte“ Moralentwicklung brachte das Thema in unsere Einrichtung und wurde somit im Palaver angesprochen.

Da die Kinder selbst schon vieles über den Krieg, seine Ursachen und auch Auswirkungen kannten, starteten wir verschiedensten Malaktionen.  Durch die Bilder war deutlich heraus zu lesen, dass es vielen Kinder mehr um die im Krieg erlebte „Aktion“ geht. So wurden vor allem das legen von Bomben, die Häuser zum Explodieren brachten oder das Schießen mit Feuerstrahlern, Gewehren, die einen in den Po treffen könnten als Heldentaten in Phantasiegeschichten gefeiert.

 

Klare Gegner des Krieges gab es in den Kinderreihen natürlich auch. Vor allem die Auswirkungen des Krieges wie z.B. Tote Menschen und Tiere, Hungersnöte, verseuchte Böden durch Atombomben oder das Unterstützen der Waffenfirmen die Reich werden und somit noch mehr Waffen und Panzer bauen würden, wurden angesprochen.
Wir diskutieren viel und als Abschluss unseres Projektes gab es Minister/-innen, die von Kriegsgegnern und Befürwortern zum Thema Kriegsführung beraten wurde. Hier konnte jeder einmal in die verschiedensten Rollen schlüpfen, für die Themenbereiche Argumente finden und Empathie für die Gegenseite erlernen. Es waren sogar Reporter mit dabei, die alles genau notierten und somit in den verschiedensten Medien darüber berichteten.

 

Positiv zu berichten ist vor allem, dass sich kein Minister für den Krieg entschieden hat. Wer es doch wagte, wurde von „seinem Volk“ empört aus dem Tipi gejagt.

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